Während das Gedenken an Tod und Auferstehung Jesu von Anfang an zum Kernbestand christlicher Feiertage gehört, haben die frühen Christen zunächst kaum die Geburt Jesu begangen. Erst seit dem vierten Jahrhundert, dann aber ziemlich rasch verbreitet sich das Weihnachtsfest. Die Fixierung auf den 25. Dezember wird zumeist als ein erfolgreicher Versuch gedeutet, ein älteres Sonnenfest abzulösen. Nachdem diese Vorstellung jüngst mit Recht infrage gestellt werden konnte, wird der Vortrag auf Basis einer ausführlichen Analyse der Überlieferung und der Forschung neue Überlegungen zu dieser Thematik vorstellen.
Prof. Dr. Tassilo Schmitt hat an den Universitäten Würzburg und Heidelberg Geschichtswissenschaft und Klassische Philologie studiert, hat an der Universität Heidelberg promoviert und sich an der Universität Bielefeld habilitiert. Seit 2004 hat er die Professur für Alte Geschichte an der Universität Bremen inne.