30 Aug VORTRAG Dr. Matthias Bollmeyer, Oldenburg: Gelegenheitsschriften in der Wesermarsch und der Bremer Dichter Heinrich Mettengang (1606-1668)
Auch der Nordwesten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hatte Anteil an der erblühenden Gelehrtenkultur. Dr. Matthias Bollmeyer berichtet, wie diese Gelehrten am akademischen Leben teilnahmen und untereinander intellektuelle Beziehungen pflegten. Vorgestellt wird auch ein nahezu unbekannter Dichter des 17. Jahrhunderts: Heinrich Mettengang, der in Bremen als Lehrer tätig war und unter verschiedenen lateinischen Pseudonymen veröffentlichte.
Hintergrund: Die bedeutende Sammlung regionaler Literatur des Pastors Johann Samuel Neumann (1744-1791) aus der Wesermarsch zählt zum Gründungsbestand der Landesbibliothek Oldenburg. Derzeit wird das Gelegenheitsschrifttum der Sammlung untersucht, was zu wissenschaftlichen Entdeckungen führte wie dem noch unerschlossenen Bremer Dichter Heinrich Mettengang, der nun als wichtiger und sehr produktiver Bremer Literat historisch greifbar wird.
Dr. Matthias Bollmeyer (* 1978) hat Lateinische Philologie, Chemie, Evangelische Religion und Erziehungswissenschaft in Hamburg studiert, war Lehrbeauftragter an der Universität Hamburg und wurde an der Universität Göttingen 2014 in mittel- und neulateinischer Philologie promoviert. Seit 2018 ist er Mitglied der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. Derzeit ist er an der Landesbibliothek Oldenburg tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören historisches Buch- und Bibliothekswesen sowie norddeutsche Landes-, Bildungs- und Personengeschichte.
Zusammen mit: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB)